Sie suchen Hilfe gegen Ihre Knieschmerzen in München?
Alles zu Angebot, Ablauf und Kosten einer myofaszialen Behandlung finden Sie im Reiter >> Angebot.

Schmerzende Knie – was hat es damit auf sich?

Ob Gehen, Radfahren oder Autofahren – unsere Beine geben uns enorm viel Unabhängigkeit. Entsprechend eingeschränkt fühlt man sich, wenn Oberschenkelmuskeln oder Knie nicht mehr ganz funktionstüchtig sind. Je nach Situation kommt es zu plötzlich einschießenden Knieschmerzen, Bewegungseinschränkung oder auch Kraftverlust.

Häufig kommen die Schmerzen gar nicht vom Kniegelenk selbst. Beweglichkeitseinschränkungen im Fußgelenk oder in der Hüfte sowie Verspannungen in der Oberschenkelmuskulatur können sich durch Fehlspannungen, Reizungen und Entzündungen des Muskel-, Band- und Sehnenapparats im Knie bemerkbar machen.

 

Übungen gegen Knieschmerzen (Video)

In diesem Video zeige ich Ihnen, wie Sie verschiedene Selbstmassage-Übungen (SMR) mit BLACKROLL-Tools einsetzen können, um Knieschmerzen entgegenzuwirken.

Viel Freude beim Anschauen und Mitmachen.

 

Verschiedene Arten & Symptome von Knieschmerzen

Die nachfolgenden Kniebeschwerden werden am häufigsten angetroffen. Es gibt natürlich auch andere Ursachen für Knieschmerzen, aber die meisten Probleme, die bei Freizeitsportlern auftreten, lassen sich mit diesen Diagnosen beschreiben. Durch diese Unterteilung können Sie zielgerichteter an der Ursache der Knieschmerzen ansetzen.

Läuferknie oder auch Iliotibiales Bandsyndrom (ITBS)

>> zur Challenge: „In 6 Wochen schmerzfrei laufen“

Läuferknieschmerzen können dumpf beginnen, sich aber zu einem scharfen Schmerz an der Seite des Knies, wo das IT-Band eintritt, entwickeln. Manche Personen klagen sogar über eine Art «Schnappen» auf der Außenseite des Knies. Die Symptome verschlimmern sich häufig im Laufe der Zeit und sind nicht mit einem bestimmten Vorfall oder Trauma verbunden (wie z.B. ein Schlag auf die Seite des Beines).

Stechende Schmerzen an der Außenseite des Kniegelenks sind typisch für das sogenannte Läuferknie, das umgangssprachlich auch Runners Knee oder Jumpers Knee genannt wird. Die medizinischen Fachbegriffe für das Läuferknie sind «Ilio-Tibiales Bandsyndrom (ITBS)» oder «Tractussyndrom».

Beim Läuferknie treten die Schmerzen zunächst nur beim Joggen auf, später dann aber auch beim Gehen. In der Regel tritt das ITBS bei einer Erhöhung des Trainingsumfangs oder der Trainingsintensität auf. Die gute Nachricht ist jedoch, dass die Beschwerden sich mit konventionellen Methoden wie Faszientraining mit einer sehr hohen Erfolgsquote beseitigen lassen.

Die breite und derbe Faszienplatte (Tractus iliotibialis) spielt aufgrund ihrer stabilisierenden Funktion für Hüfte und das Knie eine entscheidende Rolle während dem Laufen. Sie zieht sich vom Darmbeinkamm, seitlich am Oberschenkel, über die Außenseite des Knies, bis zum äußeren Wadenbeinköpfchen, unterhalb des Knies. Außerdem verbindet sie die Gesäßmuskulatur mit einem Muskel namens Schenkelbindenspanner. Das Zusammenspiel dieser Muskeln sorgt wiederum für die Stabilisation der Beinachse.

Gerät dieses Zusammenspiel durcheinander, entstehen ungünstige Zugspannungen, die in dem besonderen Fall des Läuferknies zu Überlastungserscheinungen am äußeren Knochenvorsprung des Oberschenkelknochens führen. Hierdurch entstehen die so lästigen als Läuferknie bezeichneten Schmerzen an der Knieaußenseite.

 

Patellaspitzensyndrom oder Jumper´s Knee

Das Patellaspitzen-Syndrom entsteht durch wiederholte Überlastung der Kniescheibensehne durch ungewohnte oder hohe Zugbeanspruchungen. Da dies besonders bei sprungintensiven Sportarten wie Basketball und Volleyball vorkommt, ist eine andere Bezeichnung das Jumpers Knee.

Doch auch bei Aktivitäten mit vielen Stop-and-Go-Bewegungen oder bei schnellen Richtungswechseln wie beim Badminton, Tennis oder Fußball tritt das Patellaspitzen-Syndrom gehäuft auf. Läufer sind überdies oft betroffen, weshalb dieses Syndrom auch Läuferknie genannt wird.

Die Schmerzen machen sich im Bereich der unteren Kniescheibenspitze als Verlängerung des verhärteten vorderen Oberschenkelmuskels (Quadriceps) bemerkbar.

Folgende zwei Merkmale sind typisch für das Jumper´s Knee:

  1. Der Schmerz bleibt auch bei der Bewegung am unteren Punkt der Kniescheibe lokalisiert und wandert nicht an eine andere Stelle während der Belastung.
  2. Die Intensität der Schmerzen steigt bei einer höheren Beugung des Kniegelenks proportional an. Ebenso steigt der Schmerz bei explosiven Bewegungen stark an.

 

Patellofemorales Kompressionssyndrom oder Biomechanische Dysfunktion

Wird die Kniescheibe durch übermäßige Muskel-Faszien-Züge aus ihrer vorgesehenen Position zu einer Seite gezogen, so spricht der Fachmann vom Patellofemoral-Syndrom. Hieran sind oft zu hohe Zugspannungen der äußeren Anteile des vorderen Oberschenkelmuskels oder der außen am Oberschenkel liegenden, stabilisierenden Muskel-Sehnen-Platte (Iliotibialband) verantwortlich. Die Schmerzen sind meist bei Belastungen wie Treppensteigen oder Bergablaufen im vorderen Kniebereich spürbar.

 

Akute Knieverletzungen

Insbesondere bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln und großen Kniebelastungen, kommt es zu akuten Verletzungen der Strukturen im und um das Kniegelenk. Squash ist ein klassisches Beispiel durch die abrupten Wechsel und den bremsenden Boden. Häufig sind die stabilisierenden Kreuzbänder oder die Menisken durch einen Riss beziehungsweise Anriss betroffen.

Die inneren Kreuzbänder sowie die äußeren Seitenbänder geben dem Kniegelenk Stabilität und halten die gelenkbildenden Knochen in der Bewegung auf der richtigen Achse fixiert. Außerdem beschränken die Kreuzbänder die Überstreckung im Kniegelenk.

Auf den Gelenkflächen zwischen den beiden Knochen des Kniegelenks sitzen ein innerer und ein äußerer Meniskus. Die Menisken haben die Aufgabe, das Gelenk durch ihre Stoßdämpferfunktion zu entlasten und den Gelenkknorpel zu schützen, indem sie die Last im Gelenk besser verteilen.

 

Ursachen von Knieschmerzen

Die meisten Menschen denken bei Knieschmerzen an einen Knorpelschaden, doch der Knorpel an sich hat keine direkten Schmerzrezeptoren und kann somit keine Signale einer beginnenden Abnutzung signalisieren.

Das Kniegelenk ist tagtäglich großen Belastungen ausgesetzt und ist darauf durchaus mit vielen Knorpeln, Bändern, Muskeln und Sehnen vorbereitet. Dennoch kann es manchmal zu viel werden. Das Gegenteil von hohen Belastungen zeigt sich besonders bei sitzender Tätigkeit, wenn das Kniegelenk ständig in circa 90-Grad-Beugung verharrt.

Das volle Bewegungsausmaß des Kniegelenkes auszunutzen, indem das Knie mehrmals täglich gebeugt und gestreckt wird, würde manche Knieprobleme auf einfache Weise vorbeugen oder sogar beheben.

Die durch verhärtete Muskeln und Faszien entstehenden Spannungen und die folgende Unterversorgung der Gewebe wirken sich jedoch auch auf die Knorpel im Kniegelenk aus. Sie komprimieren die umliegenden Strukturen und führen außerdem zu einer unrunden Bewegung im Kniegelenk, das mit Schmerzen antwortet. In der Folge steigt die Anfälligkeit sowohl für harmlose, wiederkehrende Schmerzen, als auch für akute Verletzungen oder allmähliche Verschleißerkrankungen wie Kniegelenksarthrose, Meniskusschäden oder Schleimbeutelentzündungen.

Häufig sind also verklebte Faszien und verhärtete Muskeln verantwortlich, die über die entsprechenden Muskel-Faszienketten Spannungsverschiebungen an den Kniegelenken auslösen und diese so unter Druck & Zug setzen. Die oben beschriebenen Arten von Knieschmerzen sind die Folge. Diese Fehlzüge stehen meist mit den Etagen über dem Kniegelenk, also der Hüfte, sowie der darunter, sprich dem Fußgelenk, in Verbindung.

Zunächst kann der Körper das noch ausgleichen, auf Dauer wird die entsprechende Struktur jedoch mit Schmerz signalisieren, dass etwas nicht stimmt.

Nicht nur chronische Knieschmerzen, auch akute Kniegelenksverletzungen, entstehen häufig durch eine gegenläufige Verdrehung von Ober- und Unterschenkel. Grundlage dafür sind wiederum andere Gelenkfehlstellungen und Gewebeveränderungen von verhärteten Muskeln und Faszien, die auch ohne Beteiligung des Knies zu schmerzhaften Oberschenkeln führen können.

Tun Sie daher besser rechtzeitig etwas dagegen, bevor es zu entzündlichen Prozessen, Knorpelschäden und Arthrose kommt.

 

Fallbeispiel eins Patienten mit Knieschmerzen

Ein 25-jähriger Fußballer stellt sich vor, er hat seit zwei Wochen Schmerzen an der Innenseite des rechten Knies, die von Tag zu Tag schlimmer werden. Vor den letzten vier Trainingseinheiten hat er jeweils eine schmerzstillende Tablette genommen (Diclofenac 50 mg), um mittrainieren zu können.

Maßnahmen

Die gründliche Untersuchung des Bewegungsapparats zeigt auf, dass die Beinanziehermuskeln (Adduktoren) und Beinstreckmuskeln (Quadriceps, vor allem der innere Anteil) stark verhärtet und gleichzeitig verkürzt sind. Auch der Hüftbeugemuskel ist deutlich verkürzt.

Während des ersten Termins wird begonnen, die Verhärtungen und die daraus entstandenen Verdrehungen des Skelettsystems mittels MyoFaszial-Kinematik und Osteopathie zu regulieren. Ergänzend werden dem Patienten Längenkraftübungen gezeigt, die er regelmäßig zu Hause durchführen kann, um den Verkürzungen entgegenzuwirken.

Es wird ihm empfohlen, sich vor dem Training gründlich aufzuwärmen und danach regelmäßig mit der BLACKROLL® die ihm gezeigten Selbst-Massage-Übungen durchzuführen. Besonders die Oberschenkel soll er unbedingt derart behandeln.

Verlauf

Zwei Wochen später, bei der zweiten Sitzung, erzählt der Patient stolz, dass er das Aufwärmen vor dem Training jetzt ernster nimmt und als ehrgeiziger Sportler die BLACKROLL®- und Längenkraftübungen gleich mehrfach täglich durchführt.

Allerdings schmerzen ihn bei den Längenkraftübungen die Knie immer sehr, sodass er die Schmerzmittel weiterhin nimmt. Folglich ist er durchaus etwas enttäuscht von dem Erfolg der Maßnahmen. Vermutlich hat der Patient im Übereifer die ohnehin schon überlasteten Muskeln zu stark beansprucht – dieser Verdacht wird ihm gegenüber geäußert.

Bei der Kontrolle der Übungen zeigt sich außerdem, dass es einige Defizite in der Ausführung gibt. Diese werden korrigiert, und ihm wird nahegelegt, bei den Übungen mehr auf Qualität statt auf Quantität zu achten.

Während einer der nächsten Sitzungen berichtet der Patient, dass die BLACKROLL®-Übungen nach den Trainingseinheiten sehr erleichternd sind, und er förmlich spürt, wie er die Spannung aus den Schenkeln rollt. Auch seine Mannschaftskameraden seien »auf den Geschmack gekommen«, erzählt er.

Im Laufe der weiteren fünf Behandlungen und sieben Wochen später kann der Patient ohne Schmerzmittel an allen Trainingseinheiten wieder teilnehmen und sich dabei voll belasten.

 

 

♥ Persönliche Empfehlungen:

Beim Klick auf das Bild finden Sie qualitativ hochwertige, in Deutschland produzierte Muskel-Faszienrollen vom Marktführer BLACKROLL.
Blackroll


Folgende Onlinekurse / Bücher zum Thema „Knieschmerzen“ sind empfehlenswert. Beim Klicken auf den Partnerlink öffnet sich ein neues Fenster in Amazon, wo Sie einen Blick in die Bücher werfen können.

> Luke Peter Brandenburg – Nie wieder Läuferknie Onlinekurs: In 6 Wochen schmerzfrei laufen
Onlinekurs: Nie wieder Läuferknie

 

 

 

 

 

Dr. Torsten Pfitzer – Schmerzen selbst behandeln mit BLACKROLL – Die effektivsten Übungen für über 50 häufige Beschwerden von Nackenschmerzen bis Fersensporn

Schmerzen selbst behandeln mit BLACKROLL