CMD – Kiefer entspannen, Schmerzen befreien!

Leiden Sie an unerklärlichen Schmerzen, können sich die Ursache aber nicht erklären? Haben Sie schon einmal an den Kiefer als möglichen Ursachenherd gedacht? Denn es könnte eine CMD dahinterstecken, eine „Craniomandibuläre Dysfunktion“. Gehen Sie also unbedingt einer CMD – Kiefer-Problematik auf den Grund!

Dieser Artikel gibt Antworten zu folgenden Fragen:

  • Was ist eine CMD – Craniomandibuläre Dysfunktion?
  • Was sind typische Symptome und Spätfolgen der CMD?
  • Welche Ursachen können hinter einer Kieferfunktionsstörung stecken?
  • Selbsttest: Bin ich betroffen?
  • Welche Übungen zur Selbstbehandlung der CMD gibt es?
  • Wann ist eine Aufbisschiene bei CMD sinnvoll?
  • Wie kann ein vorbildlicher Patientenfall aussehen?

Definition der CMD – Kiefer-Störung

Die Craniomandibuläre Dysfunktion (kurz: CMD) bezeichnet eine Funktionsstörung zwischen Schädel („Cranium“ ist der lateinische Begriff für Schädel) und Unterkiefer („Mandibula“), also den Kiefergelenken. Bei der Craniomandibulären Dysfunktion handelt es sich demnach um eine Störung im Kieferbereich, die sowohl lokal Beschwerden verursachen, als auch auf verschiedenste Regionen im gesamten Körper ausstrahlen und dort Schmerzen auslösen kann. So stecken zahlreiche Beschwerdebilder hinter der Kauapparatsstörung, die die meisten Betroffenen und auch Fachleute oft nicht auf diese zurückführen würden. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, und es geht durch fast alle Altersstufen. 80 % der CMD-Patienten sind weiblich und immer mehr Kinder leiden unter Störungen im Kausystem.

 Symptome der CMD – Kiefer-Störung

Die Craniomandibuläre Dysfunktion ist bezüglich der möglichen Symptome extrem breit gefächert. Neben Beschwerden und Geräuschen direkt im Kieferbereich, sind häufig auch sowohl direkt angrenzende Körperregionen (z.B. der Gehörgang), als auch später weiter entfernt liegende Strukturen betroffen. Oft tritt zuerst das eine Symptom auf, dann folgt das andere, oder es verschiebt sich.

Typisch sind:

  • Schmerzen der Kiefermuskulatur und der Zähne (v.a. morgens)
  • Zähneknirschen (Bruxismus)/ -pressen
  • Kiefergelenkreiben (Crepitus) / -knacken / -schmerzen / -blockaden
  • Kopfschmerzen / Migräne
  • Nackenverspannungen, Nackenverspannungen und instabile Halswirbelsäule
  • Tinnitus
  • Gesichtsschmerzen
  • Sehstörungen / Augenflimmern
  • Schwindel und Gleichgewichtstörungen
  • Schluck- und Kaubeschwerden
  • Schlafstörungen

Mögliche Spätfolgen können u. a. sein:

  • Zahnschäden durch starke Abnutzung des Zahnschmelzes
  • Kiefergelenksarthrose
  • Haltungsschäden, wie z.B. ein Beckenschiefstand
  • Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfälle
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Abgeschlagenheit

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Ursachen der CMD – Kiefer-Störung

Tatsächlich gleicht die Ursachensuche bei der CMD einer Detektivarbeit, denn die Fehlregulation kann alle direkt oder indirekt am Kauapparat beteiligten Strukturen umfassen, bis hinunter zu den Füßen. Die Ursachen für Kiefergelenksstörungen sind sehr vielschichtig und gehen meist ineinander über.

Strukturelle Ursachen

Ein großer Teil hat seinen Ursprung in Körperstrukturen wie Muskeln, Faszien oder Gelenken, die durch Fehlhaltungen, frühere Krafteinwirkungen auf Kiefer oder Halswirbelsäule und Wirbelsäulenblockaden in ein Ungleichgewicht geraten. Entsprechend dem ursächlichen Entstehungsort spricht man von einer ab- oder aufsteigenden Kieferproblematik.

Absteigend: Der Auslöser der Beschwerden liegt im Kieferbereich selbst und wirkt sich auf weiter entferntere Körperregionen, z.B. den Rücken, aus. Die ursächlichen Strukturen sind

  • das Muskel-Faszien-Gewebe der Kaumuskeln und/oder
  • die Kiefergelenke und/oder
  • der Aufbiss der Zähne (Okklusion).

Diese drei Strukturen im Kausystem können sich gegenseitig beeinflussen: Passt beispielsweise durch die Zahnstellung der Biss nicht richtig aufeinander, kann daraus eine Fehlstellung im Kiefergelenk entstehen, sodass an der im Gelenkspalt liegenden Knorpelscheibe, dem sogenannten Diskus, Überlastungen und Abnützungserscheinungen auftreten. Die Gleitfunktion des Kiefers ist somit nicht mehr gegeben, was nicht nur zu Reibe- oder Knackgeräuschen führt, sondern ebenso für Verspannungen der Kaumuskeln. Ebenso können aber auch verspannte Kaumuskeln die Kiefergelenke in eine Fehlstellung zwingen, was dann in der Folge zu Zähneknirschen und Zahnfehlstellungen führen kann. Die Störungen im Kieferbereich können dabei über Muskel-Faszienketten und Nervenverbindungen absteigend überall am Körper Schmerzen auslösen.

Aufsteigend: Der Ursprung liegt in einem anderen Körperbereich und führt zu einer Störung im Kausystem. So können sich Probleme aus tiefer liegenden Strukturen, z.B. ein Beckenschiefstand, über die myofaszialen Zugbahnen auf das Kausystem negativ auswirken.

Stress

Eine weitere wichtige Ursache im Zusammenspiel der Craniomandibulären Dysfunktion sind psycho-emotionale Belastungssituationen. Ob es der übliche Stress ist, der bei uns schon als normal empfunden wird, oder ob es Schicksalsschläge sind, Partnerverlust, Todesfälle, an denen wir zu knabbern haben. Alleine dieser Begriff gibt es doch schon sehr gut wieder – „daran zu knabbern haben“. Sie sind häufig für Anspannung im Kausystem und das Zähneknirschen (Bruxismus) und -pressen verantwortlich. Die Folge: Die Belastung für die Zähne und den gesamten Kiefer mit Gelenken und Muskeln steigt. Andersherum bewirkt die erhöhte Muskelspannung wiederum das Stresslevel.

Weitere Ursachen und Einflussfaktoren

Eine CMD kann des Weiteren auch durch primär nicht-strukturelle Faktoren hervorgerufen werden. Eine Auswahl davon sind:

  • Störfelder im Kiefer (z.B. wurzeltote Zähne)
  • Störungen im craniosacralen System
  • Hormonelle Störungen
  • Ernährung / Nährstoffmangel
  • Stauung im Kopf-Lymphsystem

 

Test: CMD – Kiefer-Störung an sich selbst erkennen

Wer nun seinen eigenen Beschwerden einmal etwas näher auf den Grund gehen möchte und abschätzen will, ob eine CMD die Ursache für Nackenverspannungen, Kopfschmerz & Co. sein könnte, der kann folgende Fragen für sich beantworten. 

CMD-Schnelltest: Ja oder Nein?

  • Ziehen Sie Ihre Wangen nach innen?
  • Pressen Sie Ihre Zunge auffällig oft gegen den Gaumen oder die Zähne?
  • Haben Sie Zahnabdrücke an den Zungenrändern?
  • Haben Sie eine verringerte Mundöffnung (passen Zeige-, Mittel- und Ringfinger hochkant nicht zwischen Ihre Zähne)?
  • Bewegt sich Ihr Mund bei der Öffnung nicht gerade in einer Linie?
  • Haben Sie eines der weiter oben genannten Symptome?
  • Fühlen Sie sich häufig gestresst, unzufrieden oder deprimiert?

Je mehr Fragen Sie mit JA beantwortet haben, umso wahrscheinlicher ist das Vorliegen einer CMD – Kiefer-Funktionsstörung.

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Auf Grundlage der Ergebnisse kann schließlich jeder selbst entscheiden, ob er – sofern er einen Verdacht auf CMD hat – einen mit dem Krankheitsbild CMD vertrauten Therapeuten oder ganzheitlichen Zahnarzt aufsucht , den Verdacht von diesem absichern lässt und sich gegebenenfalls in Behandlung begibt.

Ist schließlich eine CMD erkannt, ist es wichtig, dass die Behandlung die verschiedenen Entstehungsmöglichkeiten der CMD im Blick hat und diese auf verschiedenen Ebenen angeht. Weil die Ursachen multifaktoriell sind, ist ein interdisziplinärer Ansatz unerlässlich. Wobei neben der Osteopathie, der Physiotherapie, der ganzheitlichen Zahnmedizin und der Orthopädie auch die Psychotherapie, die funktionelle Medizin und weitere Fachrichtungen eine Rolle spielen können, wenn der Mensch in seiner Gesamtheit betrachtet wird.

Übungen zur Selbstbehandlung der CMD – Kiefer-Störung

Viele Techniken, die bei einer CMD-Behandlung angewandt werden, kann der Betroffene auch sehr gut selbst durchführen. Nicht immer können diese Maßnahmen die Therapie ersetzen, aber auf jeden Fall ist es sinnvoll, sie therapieunterstützend anzuwenden. Eine kleine Auswahl an Übungen aus meinem Amazon-Bestseller-Buch „Kiefer gut, alles gut“ habe ich Ihnen hier bereitgestellt. Insbesondere muskuläre Verhärtungen und Verklebungen, aber auch andere Strukturen lassen sich größtenteils gut selbst lösen. Es kostet uns nur ein paar Minuten am Tag und hat doch so viel Wirkung – Legen Sie Hand bei sich an: Da können Sie also ruhig mal Ihren „Unterkiefer wackeln lassen“, den „Straken Kaumuskel massieren“ oder Ihren „Kopf tanzen lassen“.

>> Zu den 3 effektiven Übungen gegen CMD – Kiefer entspannen und Schmerzen befreien!

Neben einem bewussten Leben, der Haltung, einem Blick auf den Stresslevel und die richtige Ernährung ist auch die Atmung wichtig. Die Art wie ich atme, kann schon viel in Hinblick auf meinen gesamten Organismus bewirken. Wir atmen allgemein sehr flach, dabei ist eine tiefe Atmung in den gesamten Unterleib schon sehr entspannend. Sich wahrnehmen, was passiert, wenn ich kaue, wie fühlt sich das an, wo ist mehr Druck, wo weniger, wenn man sein Bewusstsein etwas trainiert, kann man einigen Verspannungen entgegenwirken.

Übung: Kurze Atementspannung

Legen Sie sich doch einfach einmal entspannt hin und lassen Sie die Atmung zunächst ungezwungen fließen. Atmen Sie durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. Nehmen Sie Ihren Körper wahr, wo spüren Sie die Auflagefläche? Was bewegt sich alles im Rhythmus der Atemzüge? Wo fühlt sich Ihr Körper nicht so frei an? Führen Sie dann die Einatmung verstärkt in den gesamten Unterleib – als würden Sie einen Ballon aufblasen, der sich in alle Richtungen ausdehnt – und nehmen Sie wieder die Auflagefläche, die Bewegungen und die Spannungen wahr. Lassen Sie mit jedem Ausatmen ein wenig mehr los, indem Sie in der Vorstellung den Verspannungen eine beliebige Farbe geben, die Sie beim Ausatmen durch den Mund verlässt. Wer sich wohlig entspannt, der fühlt sich angenehm warm. Das entspannt auch die Muskulatur im Kiefer.

Entlastende Aufbissschiene bei CMD

Gewisse Bissanatomien begünstigen die Entstehung einer CMD: Überbiss, Unterbiss, eigentlich alle Bissformen, wo die Zähne nicht optimal aufeinandertreffen, sind Faktoren, die eine CMD stark begünstigen können. Durch solche Anatomien findet eine andere Druckverteilung auf die Zähne statt, mitunter eine punktuelle Druckerhöhung auf einzelne Zähne, was zu einem Ungleichgewicht der Muskelspannungen führt. Darunter fallen auch Zahnfüllungen, Zahnersatz, Weisheitszähne, fehlende Zähne, nicht optimale Zahnstellungen – all das kann zu einer schlechten Druckverteilung und zu einer CMD führen.

Das Zähneknirschen wird meistens nicht so sehr als Problem gesehen, es ist so weit verbreitet, das „macht man halt“ und schiebt es „dem Stress“ zu. Man bekommt eine Knirscherschiene aus Kunststoff verpasst – und weiter wird oft nicht gedacht, untersucht oder gehandelt. Aber es folgen häufig Kopf-, Nacken- oder Schulterschmerzen, und die Beschwerden breiten sich nach und nach über den gesamten Körper aus.

Das Problem: Jeder normale Zahnarzt macht mittlerweile zwar so eine Standard-Knirschschiene, die oft lediglich die Zähne vor weiterem Abrieb schützt, ebenso oft aber auch darüber hinaus keinen therapeutischen Effekt erzielt. Die Zähne zu schützen ist grundsätzlich als erster Schritt richtig. Aber man sollte den Patienten mindestens über die Möglichkeit einer bestehenden CMD aufklären – und den Patienten entsprechend überweisen, damit weitere Möglichkeiten und Maßnahmen besprochen werden. Denn der Bereich CMD ist eine Zusatzfortbildung, die nur sehr wenige Zahnärzte machen. Eine CMD-Behandlung kann, je nach Schweregrad, ein langwieriger Prozess sein, häufig über mehrere Monate, innerhalb derer die therapeutische Schiene genau angepasst, aufgebaut und eingeschliffen wird. Denn um einen therapeutischen Erfolg zu erreichen, muss die Schiene in eine möglichst entspannte Kiefersituation angepasst werden, weshalb begleitende Sitzungen beim CMD-Physiotherapeuten, Osteopathen oder eben in Eigenregie gemäß dem Buch „Kiefer gut, alles gut“ unerlässlich sind.

Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass eine einfache Knirschschiene keine therapeutische Schiene ist, sie verhindert meistens nur Auswirkungen, wie den Abrieb vom Zahnschmelz und schützt die Zähne. Sie kann mit Glück für etwas Entlastung des Kiefergelenkes sorgen, aber eigentlich ist sie nur eine Schutzschiene. Das nächste Problem dabei: der Patient denkt oft, mit der Schiene sei alles getan – und es ist ihm nicht bekannt, dass er noch mehr Maßnahmen ergreifen kann und sollte, damit es ihm besser geht.

Vorbildlicher Patientenfall bei CMD – Kiefer-Störung

Symptomatik:
Eine 35-jährige Anwältin stellt sich vor mit linksseitigem Schmerz im Kiefergelenk und Knacken bei Mundöffnung besonders morgens, häufigen Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und gelegentlichem Ohrpfeifen. Bei Stress werden die Symptome schlimmer.
Vor vier Jahren hatte die Patientin bereits ähnliche Symptome, die von ihrem Zahnarzt als Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion halbwegs erfolgreich mittels Knirschschiene behandelt wurden. Auf Anraten ging sie diesmal zu einem auf CMD spezialisierten Zahnarzt, der ihr eine therapeutische Schiene angepasst hat und parallel eine zusätzliche Therapie zur Muskel- und Kiefergelenksentspannung empfohlen hat.

Maßnahmen:
Die gründliche Anamnese und Diagnostik zeigt eine linksbetont verspannte Kaumuskulatur sowie verkürzte Nackenextensoren und Lateralflexoren. Über craniosacrale Therapie und myofasziale Techniken werden die betroffenen Muskeln gelöst und mit Längenkraftübungen aus der Verkürzung geholt. Der Patientin werden unterstützend für zu Hause BLACKROLL– und Lockerungsübungen für Kiefer und Nacken gezeigt.

Verlauf:
Bereits während der ersten Behandlung kann die Patientin eine Entspannung im Kiefer und eine damit einhergehende verbesserte Mundöffnung spüren.
Bei der dritten Sitzung berichtet die Patientin, dass in der Zwischenzeit auch die anderen Symptome seltener geworden sind und in der Intensität deutlich nachgelassen haben. Die ihr ans Herz gelegten SMT-Übungen führt sie gewissenhaft durch.
Drei weitere Behandlungen später ist die Patientin weitestgehend symptomfrei, so dass sie mit Ihren Übungen alleine weiter machen kann. Nur in Zeiten mit viel Stress kommt sie ab und zu zu einer Behandlung, um vorbeugend eine erneute Verschlimmerung zu vermeiden. Zusätzlich finden Kontrolltermine beim Zahnarzt statt.

Fazit zu CMD – Kiefer-Störung

Die CMD ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren und geht weit über das Zähneknirschen hinaus. Man muss den Menschen in seiner Ganzheit sehen, um erfolgreich zu behandeln. Hierzu gehören die Mitarbeit –  und oft auch die Eigeninitiative – des Patienten selbst im Sinne der Information, der Durchführung von Selbstbehandlungs-Übungen und der Beleuchtung sowie gegebenenfalls Anpassung des Lebensstils.

Persönliche Empfehlung:

Zu dem Thema „CMD – entspannter Kiefer, schmerzfreier Körper“ habe ich ein ausführliches Onlineprogramm inklusive Umsetzungscoaching per E-Mail und geschützter Facebookgruppe als Boni entwickelt. Klicken Sie doch einfach einmal ´rein.

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