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Einfluss der Ernährung auf Schmerzen: Alles zu Angebot, Ablauf und Kosten einer ernährungstherapeutischen Behandlung finden Sie im Reiter >> Angebot.

3) Kohlenhydrate – „Energiespender Nr. 1“ – Einfluss der Ernährung auf Schmerzen

Kohlenhydrate sind jegliche Arten von Zucker und sind in fast jedem Nahrungsmittel enthalten. Neben schnell verfügbarer Energie liefern Kohlenhydrate nach ihrer Verstoffwechslung im Körper aber auch die Bausteine, die z.B. unsere Faszie zum Aufbau ihrer Proteoglycane benötigt, um Wasser zu binden und damit für die Gleitfähigkeit zu sorgen.

Diese Kohlenhydrat-Eiweiß-Verbindungen hemmen zusätzlich Kollagen-abbauende Enzyme und wirken außerdem Entzündungen entgegen.

Nudeln, Reis, Kartoffeln, Brot und Zucker in all seinen Formen – das sind wohl die typischen Kohlenhydratlieferanten, die auf unseren Esstischen landen. Aber Vorsicht, wie beim Eiweiß kommt es auch bei den Kohlenhydraten auf die richtige Zusammensetzung und damit die Verwertbarkeit in unserem Körper an.

Meist essen wir so genannte einfache und kurzkettige Zucker, die schnell ins Blut gehen und dem Körper über ungesunde Blutzucker- und Insulinspitzen (Stichwort Diabetes) nur kurzfristig Energie liefern. Zum einen hält das Sättigungsgefühl nicht lange an, nach kurzer Zeit meldet sich der Heißhunger wieder – Experten sprechen sogar von einem Suchtmittel.

Zum anderen kommen die Kohlenhydrate dann auch nicht dort an wo sie benötigt werden, in unserem Fall dem Muskel-Fasziengewebe, sondern bilden Fettgewebe und führen über einen entgleisten Stoffwechsel zu etlichen Zivilisationskrankheiten.

Aus vielfacher Sicht wesentlich gesünder sind die so genannten langkettigen bzw. komplexen Kohlenhydrate (siehe Praxis-Tipp 3). Sie sind aus vielen Zuckermolekülen zusammengesetzt und unser Körper braucht daher mehr Zeit, um sie nach und nach in verwertbare Bausteine zu zerlegen. Dadurch kommt es zu einer gesunden, kontinuierlichen und nachhaltigen Bereitstellung der Zuckermoleküle, die auch zum Aufbau des Fasziengewebes genutzt werden können.

Wie immer kommt es auch beim Einfluss der Ernährung auf Schmerzen auf die Umsetzung an. Daher finden Sie folgend hilfreiche Tipps für die Umsetzung im Alltag.

PRAXIS-TIPP 3:

  • Generell kann man sagen, dass industriell gefertigte Produkte ungesunde Kohlenhydrate enthalten. Achtung, Zucker ist häufig „versteckt“ und das Produkt muss nicht zwangsläufig süß schmecken (Bsp. Wurst, Ketchup). Der Zuckeranteil kann aber durch die Deklarierung der Inhaltsstoffe auf den Etiketten entlarvt werden.
    Reduzieren Sie weißmehl- und zuckerhaltige Produkte.
  • Greifen Sie dafür öfter zu langkettigen Kohlenhydraten wie in den zudem glutenfreien Getreidearten Hirse, Quinoa, Buchweizen, Amaranth, Naturreis, Bio-Mais und Bohnen oder Kichererbsen, die zusätzlich Vitalstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten und die Zuckermoleküle damit besser verwertbar machen. Jedoch können auch diese Alternativen sogenannte Typ-3-Spätreaktionen (IgG) hervorrufen, die beispielsweise zu kleinsten Dauerentzündungen im Muskel-Fasziengewebe führen. Lesen Sie hier mehr darüber und testen Sie Ihre Verträglichkeit.
  • Glutenfreies Brot erhalten Sie frisch z.B. in guten Reformhäusern oder – allerdings industriell gefertigt – auch im DM oder in gut sortierten Supermärkten wie Rewe. Aber Achtung, glutenfrei bedeutet nicht unbedingt gesund. Achten Sie auf Zusatzstoffe wie Zucker. Selbst backen ist die beste Lösung! Ein sehr einfaches und gesundes Brotrezept finden Sie auf meinem Instagram-Account. Wenn Sie nicht die Zeit oder Lust zum selber backen haben, finden Sie bei der Ketofaktur fertige Brote und Kekse, die nicht nur glutenfrei, sondern auch noch low carb, ballaststoffreich, vegan und Omega-3-reich sind. Mit dem Code
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  • Auch zu viel Fruchtzucker (Fruktose) ist nicht gesund, nur weil er vermeintlich aus der Natur ist. Vor allem gezüchtete Obstsorten enthalten große, „isolierte“ Mengen davon und sollten besser durch „Wildfrüchte“ wie rote Beeren (z.B. Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren) ersetzt werden.
  • Ebenso verhält es sich mit der Laktose, dem Milchzucker. Er führt häufig zu Unverträglichkeiten wie Blähungen. Gesündere Alternativen zu Kuhmilch finden Sie im Praxis-Tipp von Teil 2 – Proteine.
  • Als direkter Ersatz für Haushaltszucker kann z.B. Galaktose, Kokosblütenzucker oder auch Stevia verwendet werden (jedoch kein herkömmlicher Süßstoff oder auch kein brauner Rohrzucker).

 

Persönliche Empfehlungen:


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> Lesen Sie weiter bei Teil 4

Teil 1 – Einleitung und Wasser
Teil 2 – Proteine
Teil 3 – Kohlenhydrate
Teil 4 – Säure-Basen-Haushalt
Teil 5 – Mikronährstoffe und Fazit