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4) Säure-Basen-Haushalt – „Das Gleichgewicht macht’s“ – Einfluss der Ernährung auf Schmerzen

Unser Körper braucht, je nach Bereich, eine saure oder basische Umgebung, um optimal zu funktionieren. Muskeln und Faszie gehören zu den Geweben des Körpers, die ein nur leicht saures bis basisches Milieu benötigen. Chronische Schmerzen in Muskeln, Faszien und Gelenken sind sehr oft mit einem lokal übersäuerten Gewebe verbunden.

Übersäuerung im Muskel-Faszien-Gewebe

Durch unterschiedliche Stoffwechselprozesse entstehen im Körper andauernd Säuren, die neutralisiert und abtransportiert werden müssen, um unser Blut auf dem pH-Wert von 7,35 zu halten, was lebensnotwendig ist. Kann das nicht in ausreichendem Maße geschehen, weil die Ausscheidungsorgane wie z.B. der Darm nicht voll funktionsfähig sind, und/oder werden zu viel sauer wirkende Lebensmittel gegessen, so kommt es zu einem Rückstau und zur Übersäuerung im Muskel- und Faszien-Gewebe.

Ein ausgleichender Mechanismus unseres Körpers wirkt dem entgegen, indem er die Säuren mit basisch wirkenden Mineralstoffen wie z.B. Magnesium, Calcium, Kalium neutralisiert. Die Endprodukte sind umgangssprachlich Schlacken (Salzverbindungen), die bei andauernder Übersäuerung aufgrund der Menge nicht mehr über die Entgiftungsorgane ausgeschieden werden können. Sie werden letzten Endes im Muskel-Faszien-Gewebe abgelagert, Entzündungen entstehen und die Folge sind „verklebte“ Faszien. Das sind häufige Gründe für Bewegungseinschränkungen, Beschwerden in Gelenken (Hüfte, Knie, Schulter, Kiefer) und den umliegenden Geweben.

Die elastischen Fasern der Faszien verkalken mit der Zeit durch abgelagerte Calciumkristalle und werden durch dabei hochregulierte Enzyme sogar abgebaut. Vielleicht haben Sie schon einmal von der sehr schmerzhaften Kalkschulter (Impingement, Frozen Shoulder) oder einer Achillessehnenverkalkung gehört. Arthrose gehört ebenfalls in diese Kategorie, wenn Mikroverkalkungen den Gelenkknorpel zum schmerzhaften Knirschen bringen.

Wiederholtes Training im anaeroben Bereich (Entwicklung von Milchsäure) kann den Zustand noch verschärfen. Denn wie man heute weiß, kann ein saurer Gewebe-pH die Schmerzempfindlichkeit erhöhen. Dies geschieht über eine Aktivierung säuremessender Ionenkanäle im Nervensystem, sogenannter ASIC- und TRP-Kanäle. Deshalb ist die Gewebeübersäuerung einer der wichtigen Gründe, warum gerade auch Leistungssportler in einem schleichenden Prozess häufig Probleme am Bewegungsapparat bekommen. Hinzu kommen natürlich hohe Belastungen und eine oft überhöhte Zufuhr an insbesondere tierischen Proteinen, die im Stoffwechsel zu Harnsäure abgebaut werden. Im Säureüberschuss gebildete Harnsäurekristalle lagern sich dann in Gelenken ab und entzünden sich – der Teufelskreis nimmt seinen Lauf.

Wissenschaftler nehmen zudem an, dass die Proteoglycane im Fasziennetz und in den Gelenkknorpeln auch unmittelbar durch die saure Umgebung ihre Wasserbindungsfähigkeit verlieren. Dies geschieht als eine Art Pufferung im Austausch gegen die Säuren. Damit büßen die Faszien ihre Elastizität ein. Bewegungsdefizite, Steifheit und Schmerzen sind die Folge.

Ein weiterer Faktor bei übersäuertem Gewebe und erhöhter Muskelspannung ist ein verringerter Lymph- und Blutfluss. Dies führt zu einer Anreicherung des körpereigenen „Klebstoffs“ Fibrin, der das Fasziengewebe zusätzlich „verklebt“.

Machen Sie den Test

  1. Nehmen Sie im Stehen beide Hände an den Rücken und greifen Sie die Haut UND das tiefere Fasziengewebe jeweils zwischen Daumen und Zeigefinger. Die Fingerspitzen beider Hände berühren sich fast. Ziehen Sie dann diese „Geweberolle“ etwas von sich weg.

Konnten Sie überhaupt das Gewebe tief zwischen die Finger nehmen?

War es unangenehm, hat gebrannt oder sogar geschmerzt?

Beides sind deutliche Zeichen, dass Ihr Fasziengewebe an dieser Stelle verklebt ist.

     2.  Zudem können Sie den Säure-Base-Test im Urin nach Sander machen.


Das Säure-Basen-Verhältnis als Einfluss der Ernährung auf Schmerzen

Heutzutage nehmen wir deutlich mehr sauer als basisch wirkende Lebensmittel zu uns. Statt einem empfohlenen Verhältnis von 80:20 (basisch : sauer) sieht es genau umgekehrt aus. Zudem enthalten die Nahrungsmittel zu wenig der oben genannten Mineralstoffe, die die Säuren abpuffern könnten.

Gründe dafür sind:

  • unser Anspruch auf ständige, saisonunabhängige Verfügbarkeit fast aller Nahrungsmittel,
  • damit verbundener Überzüchtung von Gemüse und Obst,
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Folgen von säurebildender Ernährung und Lebensweise

Wie bereits oben angesprochen ist die Verklebung des Fasziengewebes mit Entzündungen und Verlust der Flexibilität sowie Zugkraft ein häufiger Einfluss der Ernährung in Bezug auf Schmerzen. Denn in diesem Zustand können die Muskelfasern nicht mehr frei beweglich aneinander vorbei gleiten.

Bei ungenügender Zufuhr der ausgleichenden Mineralstoffe (was meistens der Fall ist) holt sich unser Körper diese aus anderen Geweben (z.B. Knochen und Muskeln), was zu Mangelerscheinungen wie Osteoporose oder andauernden Muskel- und Gelenkschmerzen führen kann.

Zudem verstärkt eine Übersäuerung häufig latent ablaufende Entzündungsprozesse im ganzen Körper, die ihrerseits das saure Milieu noch verstärken. Das heißt, die Entzündungen bilden wiederum Säuren, so dass es zu einem Teufelskreis kommt.  So kann eine chronische Übersäuerung im Laufe der Zeit zu weiteren chronischen Erkrankungen und Schmerzzuständen führen.

Um Schmerzen zu lindern und das Bindegewebe zu regenerieren, ist demnach nicht nur eine positive Mineralstoff- und Säure-Basen-Balance, sondern auch eine ausreichende Versorgung mit entzündungshemmenden Stoffen wie beispielsweise Curcumin, Vitamin D3/K2 und Omega-3 notwendig. Die Kombination kann spürbare Erleichterung bei chronischen Schmerzen wie Rückenschmerzen bringen.

Studien zeigen, dass ein erhöhter pflanzlicher – und damit basenbildender – Anteil in der Ernährung, Schmerzzustände, Gelenksteifigkeit und Entzündungen verbessert. Eine gezielte Nahrungsergänzung kann hier zusätzlich sehr sinnvoll sein und vor allem beschleunigend wirken.


Saure und basische Lebensmittel als Einfluss der Ernährung auf Schmerzen

Nicht alle sauer wirkenden Nahrungsmittel sind generell ungesund und schlecht. Neben den ungesunden gibt es auch gesunde Säurebildner (siehe Praxis-Tipp 4), die zum einen weniger stark sauer wirken und zum anderen zusätzlich ausgleichende gesunde Wirkungen haben. Wie immer kommt es eben auf die Menge sowie die anderen Nahrungsbestandteile an.

PRAXIS-TIPP 4:

  • Wenn ein Nahrungsmittel sauer schmeckt, sagt dies erstmal nichts darüber aus, ob es nach Verstoffwechslung im Körper sauer oder basisch wirkt.
  • Reduzieren Sie ungesunde sauer wirkende Lebensmittel (s. Auflistung unten) und ersetzen bzw. kombinieren Sie diese möglichst mit basisch wirkenden/mineralstoffreichen, die neutralisierend sind und für das nötige Gleichgewicht sorgen. Vom Ernährungswissenschaftler und Nobelpreisträger Ragnar Berg wurde bereits um 1900 ein Verhältnis von sauer zu basisch wirkenden Lebensmitteln von 20:80 empfohlen.
  • Folgend sind zur Orientierung einige Lebensmittelgruppen der verschiedenen Kategorien aufgeführt:

– Basisch wirkend: die meisten Salate, Gemüse, Kräuter, Obstsorten wie beispielsweise Beeren, Aprikose, Ananas, Honigmelone und stilles Mineralwasser, Kräutertee

– Gesund sauer wirkend: glutenfreie /-arme / mineralstoffreiche Getreidesorten (z.B. Bio-Mais, Naturreis, Hirse, Buchweizen, Amaranth, Quinoa), biologische tierische Produkte, Hülsenfrüchte (v.a. Bohnen, Linsen, Kichererbsen), Nüsse

– Ungesund sauer wirkend: stark verarbeitete und zuckerhaltige Lebensmittel, glutenhaltige & geschälte Getreideerzeugnisse, Milchprodukte, tierische Lebensmittel aus konventioneller Landwirtschaft, Alkohol, kohlensäurehaltige Getränke.


Weitere Maßnahmen der Entsäuerung

Über die Ernährung und Mineralstoffergänzung hinaus können Sie durch Reduktion von Stress und körperlichen Überlastungen, durch einen gesunden Darm, durch längeres Aus- als Einatmen sowie durch Basenbäder und Einmassieren von Magnesiumöl in die Haut den sauren pH-Wert im Gewebe positiv beeinflussen. Eine „Entschlackung“ des Gewebes durch die Unterstützung der Entgiftung kann den Prozess zu schmerzfreien Muskeln und Gelenken beschleunigen.


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Teil 1 – Einleitung und Wasser
Teil 2 – Proteine
Teil 3 – Kohlenhydrate
Teil 4 – Säure-Basen-Haushalt
Teil 5 – Mikronährstoffe und Fazit